February 5th

Die Wucht des Traumas

Maya Lasker Wallfisch ist psychoanalytische Therapeutin und spezialisiert auf trangenerationale Trauma. Als Tochter der Holocaustüberlebenden Anita Lasker-Wallfisch hat Maya selbst erfahren, wie sich ein Trauma von einer auf die nächste Generation überträgt. Ihre Mutter Anita Lasker-Wallfisch war Cellistin im Mädchenorchester von Auschwitz. Die Musik rettete und bestimmte ihr Leben. Sprechen konnte Anita über das erlebte Grauen in den Vernichtungslagern nicht. Dafür hat die Tochter nun eine klare und berührende Sprache gefunden, um aus dem verheerenden Schweigen auszubrechen. In ihrem Buch „Briefe nach Breslau“ beschreibt Maya, wie sie unter dem litt, was wir heute als transgenerationale Übertragung von Traumata kennen, wie so ein Trauma das eigene Leben bestimmt und die eigene Geschichte immer abhängt von dem, was zuvor geschehen ist. Und es geht um den Umgang mit Zeitzeugen und unserer Erinnerungskultur. Die zweite Generation der Holocaustüberlebenden ist immer mehr in der Verantwortung, Zeugnis abzulegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter kämpft Maya Lasker-Wallfisch für eine lebendige Erinnerungskultur und gegen Antisemitismus. Diese Veranstaltung ist der Auftakt zu einer sechsteiligen Serie im Goldbekhaus gegen Antisemitismus und Rassismus im Rahmen von „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ kuratiert von Stella Jürgensen.

Der Livestream ist kostenlos.

Moderation: Stella Jürgensen

Gefördert von der Bezirksversammlung HH-Nord und "1700 jüdisches Leben in Deutschland"

Online-Event, Link unten: